Bienen, Wespen und Hornissen

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Wespen gelten als angriffslustig, stechen grundlos zu. Hornissen, eine Große Wespenart, kann laut Volksmund einen Menschen töten. Stimmt dies wirklich alles? Stiche durch Bienen, Wespen und Hornissen sind im Grunde relativ harmlos. Die Insektengifte verursachen an der Stichstelle Schmerzen, leichte Schwellungen und eine mäßige Rötung. Nach kurzer Zeit sind die Beschwerden wieder abgeklungen.

Achtung: Eine Biene hat einen Stachel mit Widerhaken, der verloren geht, sobald sie sticht. Eine Wespe dagegen hat einen Stachel ohne Widerhaken und kann auch mehrere male stechen.

Wer ist allergisch?

Ein Teil der Menschen reagiert auf wiederholte Stiche durch eine oder mehrere dieser drei Insektenarten (die unter dem Gruppennamen Vespiden = Wespenähnliche zusammengefasst werden) übertrieben. Das Immunsystem ist sensibilisiert und schüttet nach einem Stich Große Mengen von Botenstoffen aus, die die typischen allergischen Symptome auslösen können:

  • Juckender großflächiger Ausschlag
  • Nesselsucht
  • Schwellungen im Halsbereich
  • Atemnot
  • Kreislaufbeschwerden

Im allerschlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischen Schock: Ein rascher und lebensgefährlicher Blutdruckabfall, der unbehandelt zum Tod führen kann.

Und wenn Sie gestochen wurden?

Wenn Sie von einem der drei Insekten gestochen wurden und nicht allergisch reagieren: Sofort nach dem Stich sollte Sie ein noch in der Haut sitzender Stachel vorsichtig mit einer Pinzette entfernen, ohne die eventuell noch anhängende Giftdrüse zu quetschen.

Behandlung: Eiskompresse auflegen, eventuell zusätzlich Fenistil Gel oder ein Zwiebelwickel anlegen.

Nichtallergiker sollten zum Arzt, wenn ein Insektenstich im Hals-Rachen-Raum erfolgt. Es besteht die Gefahr, dass die Atemwege anschwellen. Auch bei Stichen auf den Lippen, im Augen- oder Ohrenbereich sollte ein Arzt kontaktiert werden.
Bei allergischen Erscheinungen muss sofort ein Arzt aufgesucht oder gerufen werden, der durch die Gabe von allergiedämpfenden Medikamenten die Beschwerden mildern kann. Bei stärker ausgeprägten Symptomen muss entsprechend intensiver behandelt werden. Bei schon bekannter Allergie sollten Sie immer ein Notfallset bei sich tragen. Benutzen Sie Ihr Notfallset, wenn es notwendig ist und lassen Sie sich so schnell wie möglich ärztlich kontrollieren und behandeln. Den Umgang mit diesem Set müssen Sie lernen, im Notfall muss es schnell gehen, Sie haben dann keine Zeit, die Gebrauchsanweisung zu lesen.

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Aktualisiert

16.11.2017 - 12:04
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